12. – 20.7.2025
Gruppenausstellung, organisiert von Isabelle Rougier-Brierre und Ulrich Schreiber
IIn diesem Jahr verbindet das Werk von Radi Kahlo die Ausstellungsorte
St. Innocent und Montcelin miteinander. Am Straßenrand
flattern Wimpelchen, die in den Baumkronen befestigt sind und
den Besuchenden den Weg weisen. Die Fahnen tragen pointierte,
kritische und humorvolle Sprüche, wie zum Beispiel „Mon Dieu Bourdieu“
oder „What the Foucault“. Mit dem Verweis auf die führenden
Protagonisten aus Philosophie, Soziologie und Kunstgeschichte
regen ihre Werke zum Nachdenken über vorherrschende Narrative
der Geistes- und Kulturwissenschaften an. Seit 2000 schafft sie
mit ihren sogenannten PhiloFlags eine dezente Provokation im
öffentlichen Raum, die auf vielfältige Weise sichtbar wird. Mit ihrer
Installation „Kunst am Baum“ setzt Radi Kahlo erneut ein subtil
ironisches Statement gegenüber dem etablierten Literaturkanon
der kunstakademischen Ausbildung.
Unter dem Pseudonym Radi Kahlo arbeitet Seline Fülscher als Künstlerin.
In ihrem künstlerischen Schaffen arbeitet sie mit temporären
Installationen im öffentlichen Raum, engagiert sich in verschiedenen
Kollektiven und bildet gemeinsam mit Birgit Meier das feministische
Aktionskollektiv „Nehmen Sie Platz Madame“. Im Herbst 2023 wurden
Seline Fülscher und Birgit Meier von Hulda Zwingli eingeladen,
an der Ausstellung ReCollect im Kunsthaus Zürich teilzunehmen.
Ihre Arbeiten verbinden auf humorvolle Weise kritische Reflexionen
mit einer spielerischen Ästhetik und laden dazu ein, die Grenzen
zwischen Kunst, Theorie und Alltag neu zu denken. Text von Mara von Zizewitz
In Sommant, einem kleinen Ort in Burgund, haben sich zwei Bildhauer zufällig niedergelassen.Eine Französin aus Paris und ein Deutscher aus Rheinland-Pfalz. Seit sechs Jahren verbindet sie eine enge Zusammenarbeit, die den Kern des ENSEMBLE bildet. Ergänzt wird dieser Kreis durch Partner und Familien. Beide Künstler arbeiten an unterschiedlichen Anwesen mit Ateliers, Ausstellungsräumen und grosszügigen Freiflächen, nur fünf Minuten zu Fuß voneinander entfernt – ebenfalls ein kleines ENSEMBLE. Jedes Jahr im Juli verwandeln die beiden Anwesen Sommant für eine Woche in ein Zentrum zeitgenössischer Kunst mitten im Morvan. Die ortsübergreifende Ausstellung wird ergänzt durch musikalische Darbietungen, Ballett und weitere kulturelle Events.
ENSEMBLE ist mehr als nur ein Name: Es ist die Idee, gemeinsam Neues zu schaffen, Räume zu öffnen und einen Dialog zwischen Kunst und Gesellschaft zu fördern.
Isabelle Rougier-Brierre
Ulrich Schreiber
Organisation Ausstellung: Isabelle Rougier-Brierre / Ulrich Schreiber
Text: Mara von Zizewitz